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Optimierung des Luftfilterkastens für ClioII 1,4 16V und 1,6 16V

 

Die nachfolgende Anleitung beschreibt die Optimierung des Luftfilterkastens in strömungstechnischer Sicht für alle Motoren des Typs K4J, K4M, F4P sowie F4R (also nicht nur ClioII) mit nach hinten zur Spritzwand weggehender Drosselklappe. Wie man unschwer erkennen kann lag die Priorität bei der Entwicklung des Luftfilterkastens mehr auf der Dämpfung des Ansauggeräusches, als auf geringem Strömungswiderstand. Dies zeigen die Verrippungen im Inneren in denen sich der Schall fangen und die Körperschallabstrahlung reduziert werden soll. Außerdem ist die Öffnung des Einlasses zur Drosselklappe sehr nah an der Rückwand des Kastens, sodass die freigegebene Querschnittsfläche sehr klein ist./>

Hier die Anleitung zur Optimierung:

Zunächst baut man den Kasten aus, dazu benötigt man als besonderes Werkzeug nur eine Torx-Nuss (E5?) oder ne normale 7er mit etwas Alufolie ;) für die beiden oberen Schrauben. Die Optimierungsmaßnahmen liegen jetzt zunächst darin, dass der serienmäßige Schnorchel um etwa 20mm gekürzt wird. Dazu eignet sich ein "Dremel" oder vergleichbares Werkzeug am Besten. Der Schnorchel ist als doppelwandiges Rohr aussgeführt, sodass man durch zwei Wandungen durch muss.

so sieht das abgeschnittene Teil aus, vorne:

hinten:

Jetzt misst man von außen (Drosselklappenmontageseite) den Abstand um den das verbliebene innere Rohr tiefer nach innen versetzt ist, als das äußere und notiert sich dies. Das innere Rohr entfernt man jetzt indem man es an den vier Stegen das es noch hält mit einem Sägeblatt abtrennt. Zweckmäßigerweise so nah wie möglich am inneren Rohr, sodass die Stege so lang wie möglich erhalten bleiben, dies erleichtert später das Zentrieren des neuen Schnorchels.

Nach dem Kürzen fräst man wieder mit dem "Dremel" die Rippen im Kasten sowie im Deckel weg. Im Deckel enfernt man nur die Querrippen, die Längsrippen können stehen bleiben, da sie als "Leitbleche" fungieren und die Strömung beruhigen.

In den nächsten Schritten geht um das Einsetzen eines neuen Ansaugschnorchels. Als Basis dafür dient ein Bassreflexrohr von Monacor BR-70HP z.B. Conrad Elektronik (Best.-Nr.1331415-62) https://www.conrad.de/de/monacor-br-70hp-bassreflexrohr-rohr-57-mm-rohr-laenge-215-mm-1331415.html

Dieses wird auf eine Länge von 40mm gekürzt, die Schnittfläche muss sauber und plan miteinem Schleifpapier geschliffen werden.

Vergleich mit dem "alten":

Dann wird ein Stück (ca. 10mm) seitlich abgeschnitten,

sowie die Krempe auf weiteren ca. 90°, damit das Rohr sauber eingepasst werden kann,

Feinanpassungen nach Bedarf durch immerwieder reinhalten...

Bevor man den neuen Schnorchel einklebt, reinigt man den Luftfilterkasten innen mit Bremsenreiniger und bläst ihn mit Druckluft aus (Schutzbrille!), damit alle Kunststoffspäne draußen sind und diese nicht eingesaugt werden können.

Jetzt kann man den neuen Schnorchel einkleben. Als Kleber verwende ich Terostat 9220, einem Karosseriekleber von Teroson in der 80ml Tube http://www.yatego.com/profishop/p,57332572d3e4c,5718c290c32475_5,terostat-kraftkleber-9220-80ml . Dieser eignet sich deshalb sehr gut, weil er gut haftet und eine geeignete Härte besitzt, außerdem ist er silikonfrei, was auch sehr wichtig ist. Silikon sollte vermieden werden, da schon geringe Mengen die irgendwie verbrannt werden, die Lambdasonde irreversiebel schädigen können.

Beim Einkleben muss man darauf achten, dass der Kleber um den ganzen Umfang sauber abdichtet und man das Rohr ordentlich zentriert und wieder in der gleichen Tiefe (den Wert den man sich notiert hat) wie das ursprüngliche positioniert. Jetzt muss das ganze 24h aushärten, danach kann man den Kasten wieder am Motor anbauen.

Dann ersetzt man noch den Ansauggeräuschdämpfer durch einen schwarzen Papier-Alu-Schlauch mit 90mm Durchmesser (z.B. Stahlgruber), https://kunden.stahlgruber.de/Kataloge/verbrauchsmaterial/index.php?sb=15412 (Nr.156 8917), oder ebay http://www.ebay.de/itm/1x-1M-HJS-FLEX-SCHLAUCH-VORWARMSCHLAUCH-90mm-LUFTSCHLAUCH-ALU-KERN-/381644947932 den man direkt an die ovale Öffnung des Luftfilterkastens anbringt (Schlauchschelle) und dann so nach vorne verlegt, sodass dieser gut angeströmt werden kann.

In Kombination mit einem Bauwollluftfiltereinsatz unauffällig und effektiv. Ich empfehle hier nicht den K&N-Filtereinsatz, sowie den von Simota. Beide nutzen nicht die gesamte Filterfläche. Zu empfehlen sind die Filter von BMC (Typ FB218/01), Green (Typ P950303), JR (Typ F359080) und Kingdragon AL2355.

Das Tüpfelchen auf dem i ist dann noch der Einbau des orangen Ansauglufttemperatursensors (Teilenummer 8200415410) -> http://www.twingotuningforum.de/thread-30944.html